Krebs druch Sonnenblumenöl

Um das Thema erstmals zu entkräftigen: Sonnenblumenöl kann krebsfördernd sein, wenn es falsch zubereitet wird. Hierbei spielen die Fettsäuren die Hauptrolle.

 

Schaut man hinten auf das Etikett, stehen dort alle Inhaltsstoffe, wie auch der Fettgehalt und wie das Fett aufgeteilt ist: in z. B. gesättigte Fettsäureneinfach ungesättigte Fettsäure und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

 

 

 

 

 

 

Gesättigte Fettsäuren

 

Diese sind in erster Linie nur in Maßen zu genießen, da sie im Zusammenhang mit Darm- und Brustkrebs stehen. Dazu können sie unter Umständen noch zur vorzeitigen Arterienverkalkung führen und den Cholesterinspiegel erhöhen.

 

Gesättigte Fettsäuren werden auch direkt im Fettgewebe gespeichert und gesundheitlich problematisch sind sie vor allem in Verbindung mit hochglykämischen Kohlenhydraten.

 

Es gibt aber auch Ausnahmen, diese sind die sogenannten MCTs gesättigten Fettsäuren (mittelkettige Triglyzeride). Diese sind in geringen Maßen in Butter enthalten sowie zu ca. 64% in Kokosfett. Diese Fette werden nicht wie die normalen gesättigten Fettsäuren erst im Fettgewebe gespeichert, sondern sie werden direkt oxidiert. Dies macht sie in verschiedenen Ernährungstherapien sehr wertvoll.

 

 

 

Einfach gesättigte Fettsäuren

 

Diese sind die Vorstufe von den mehrfach gesättigten Fettsäuren. Ihnen werden sehr viele positive Eigenschaften zugesprochen, z. B. senken sie das schädliche LDL-Cholesterin und die vorzeitige Arterienverkalkung. Enthalten sind sie in Olivenöl, Rapsöl, Mandeln und Haselnüssen.

 

Der reichliche Konsum von Olivenöl in den Mittelmeerländern wird als einer der Ursachen für die niedrige Herzinfarktrate in dieser Region angesehen.

 

 

 

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

 

Hierbei handelt es sich um ein groß gefächertes Thema, deshalb möchte ich hier nur auf die wichtigsten Informationen eingehen.

 

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in 2 Gruppen aufgeteilt, einmal in die Linolsäure (Omega 6 Fettsäuren) und in Alpha-Linolsäure (Omega 3 Fettsäuren). Diese Fettsäuren sind essenziell, das heißt, der Körper kann diese nicht selbst erzeugen und benötigt diese über die Nahrung.

Wichtig ist aber das Verhältnis! In der Steinzeit hatte der Mensch ein Verhältnis von 1:1 in der Nahrung von Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren.

In der heutigen Welt liegt das Verhältnis von Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren bei 1:10-20. Dieses Verhältnis birgt sehr viel Gefahren, denn ein zu hoher Anteil an Omega 6 Fettsäuren kann zu erhöhtem Risiko von Herzinfarkt- und Schlaganfall führen. Zudem werden entzündungsfördernde Gewebshormone, die aus Omega 6 Fettsäuren gebildet werden, unterstützt.

 

Omega 6 Fettsäuren sind reichlich in Produkten wie Margarine, Sonnenblumenöl und in vielen Getreideprodukten enthalten.

 

Omega 3 Fettsäuren sind reichlich in Fetthaltigen Fischen, Leinsamenöl und Leinsamen enthalten.

Empfohlen wird daher, den Konsum von Distelöl, Sonnenblumenöl und Weizenkeimöl stark zu reduzieren.

 

 

 

Aber warum fördert nun Sonnenblumenöl das Krebsrisiko ?

 

Abgesehen davon, dass wir nun wissen, dass Omega 6 Fettsäuren in geringeren Maßen zugeführt werden sollte, liegt das Hauptproblem an der Zubereitung von Lebensmitteln, wofür das Sonnenblumenöl stark erhitzt wird (über 130 Grad).

Wenn nun zum Braten oder Frittieren Sonnenblumenöl genommen wird und die Temperatur über 130 Grad steigt, was an sich bei diesem Verfahren normal ist, so entstehen aus diesen reaktionsfreudigen Fetten leicht toxische (giftige) Verbindungen, die krebserregend (kanzerogen) wirken. Außerdem können gesundheitlich bedenkliche Transfettsäuren entstehen!

Dies ist aber nicht nur beim Sonnenblumenöl der Fall, sondern auch bei Ölen wie z. B. Distelöl, Walnussöl, Leinöl und Diätmargarinen.

 

Transfettsäuren können in die Zellmembrane eingebaut, vielfältige Störung der Zellfunktion bis hin zur Entartung (Entstehen von Krebszellen) bewirken. Dazu fördern sie auch Diabetes, Erhöhung von schlechten LDL Cholesterin und gleichzeitig die Senkung des guten LDL Cholesterin.

 

Wichtig ist also, beim Kauf von Bratöl darauf zu achten, dass nur ein sehr kleiner Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthalten ist.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren gehören eher in die kalte Küche, z. B. für die Zubereitung von Salaten.

Daher sollten zum Braten und Backen möglichst nur gesättigte Fette wie Butter oder Kokosfett bzw. einfach ungesättigte Fette wie Olivenöl verwendet und diese möglichst nur bis 180 °C erhitzt werden.

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